What is Curling?
Curling is a combination of attributes of
Golf, Billard, Chess and Boule (Petanque).
Try to imagine to hit a Curling Stone 40 meters away at the exact spot. This
stone is shoot out and the played rock rolls 1 meter, exactly behind a guarding
stone that lies before the counting circles. You are sure that this was the
right decision, if not the game is maybe lost, even if you have played a perfect
stone!
German explanation below, English explanation you can find here: How to learn Curling (by the CCA)
Go to the Curlingbasics website and learn about Curling with the help of animations!
Curling CD
Markus Sticker (curlingbasics.com) and I developed a Curling CD in cooperation with the WCF and the CCA. It explains Curling with the help of multimedia. Please read this article for further information: curling1_curling_news.pdf
The first version of the CD was reproduced by the CCA (end of 2006) and can be ordered here: >>
Screenshot des Inhaltsverzeichnis:
Uli Kapp's Curling Buch >>
Was ist Curling?
Curling heißt drehen (engl. to curl), curlen nennt man den Drift (Drall) des Curlingsteins, erzeugt durch die Eigenrotation. Ausgelöst wird diese Rotation des Steins bei der Abgabe, genannt "Handle geben". Der Lauf des Steins wird dadurch kurvenähnlich.
Das Spiel:
Für das Spiel treten zwei Teams mit je 4 Spielern gegeneinander an. Den
ersten Spieler nennt man LEAD, den zweiten und dritten, SECOND und THIRD,
der vierte ist der SKIP. Er ist der Chef der Mannschaft und bestimmt die Taktik
und Strategie eines Spieles. Der Skip wählt seine Taktik: Offensiv, wenn
er im End den letzten Stein hat oder zurück liegt, defensiv, falls er
nicht den letzten Stein hat oder in Führung liegt. Ein Spiel wird meist
über 8-10 Ends gespielt. In einem End spielt jeder Spieler 2 Steine in
das 42 m entfernte Haus auf der gegenüberliegenden Seite. Die Steine
werden abwechselnd mit dem Gegner gespielt, jeweils die beiden Leads zuerst
je den ersten Stein, dann den zweiten usw. Der Stein muß zwischen der
Hog- und der Backline (siehe Grafik auf der linken Seite) liegen bleiben,
ansonsten wird er aus dem Spiel genommen. Ziel ist es möglichst viele
Punkte zu machen. Für die Wertung zählen die besten Steine im Haus,
das heißt, jeder Stein, der näher zum Mittelpunkt (Dolly) des Hauses
liegt, als der beste gegnerische Stein, ist ein Punkt. Das Spiel gewinnt die
Mannschaft mit den meisten Punkten (=Steinen). Der
Grund warum es auf beiden Seiten Häuser gibt läßt sich einfach
erklären: Dem "Rücktransport" der Steine zum Anfang des Spielfelds
kann so aus dem Weg gegangen werden.
Der Stein:
Der Stein wiegt max. 19.96 kg, hat einen Durchmesser von 28 cm und ist aus
Granit. Die Lauffläche ist in einer Ringform geschliffen, zu vergleichen
mit einer Untertasse. Der Stein wird vom Hack, so heißt die Abgabestelle,
gespielt. Vorwiegend der Krafteinsatz beim Abstoßen bestimmt die Distanz,
die der Stein zurücklegt.
Der Besen und das Wischen:
Bei den Besen wird zwischen dem kanadischen (Strohbesen) und dem schottischen
(ähnlich einer Bürste) unterschieden. Der moderne Besen ist eine
optimierte Form des schottischen Besens, mit Stoff überzogen und einem
Gelenk ausgestattet. Die
Wahl des Besens ist frei, in unserer Region wird meist die schottische Art
eingesetzt. Ist der Stein unterwegs, darf vor ihm von den Spielern des eigenen
Teams, gewischt werden. Durch das Wischen wird die Eisoberfläche erwärmt,
es bildet sich in der Folge ein feiner Wasserfilm. Dadurch entsteht eine geringere
Reibung zwischen der Lauffläches des Steins und dem Eis. So wird
einerseits der Weg des Steines bis zu 5 Meter verlängert und andererseits
wird die Kurve des Steins (das "Curlen") reduziert, der Stein läuft länger
in der abgegebenen Richtung. Damit diese beiden Effekte des Wischens optimal
aufeinander abgestimmt werden können, ist die Kommunikation auf dem Eis
notwendig. Das ist der Grund für das "Geschrei" auf dem Eis.
Die Steinabgabe:
Die große Schwierigkeit, gleichsam aber auch die große Herausforderung
für den einzelnen Spieler liegt darin, den Stein in dem gut 40 m entfernt
liegendem Ziel cm- bzw. mm-genau zu platzieren. Hierfür ist eine ausgefeilte
Technik nötig, die man Sliding Delivery nennt. Der gesamte Bewegungsablauf
wird deshalb schon bereits während der Konzentrationsphase gedanklich
vorweggenommen (antizipiert) und ist auf das anvisierte Ziel am anderen Erde
der Bahn ausgerichtet. Der Spieler stößt sich dann zunächst
zielgerichtet mit einem Fuß vom Hack ab, wobei der Krafteinsatz hierbei
je nach Aufgabenstellung variiert. Soll z.B. ein gegnerischer Stein aus dem
Haus gespielt werden (Take Out) muss der Spielstein schnell gespielt werden.
Der Abstoß ist daher anders als bei einem Draw (Legestein) sehr dynamisch.
Danach folgt eine Gleitphase (Sliding) vergleichbar mit einem langen Ausfallschritt.
Dieses Gleiten (Sliden) wird erst durch spezielles Schuhmaterial ermöglicht,
so dass der Spieler nahezu die gleiche Geschwindigkeit wie der Spielstein
erreicht, ehe er diesen an der sog. Hogline loslassen muss (Release). Bei
der Release dreht der Spieler den Stein entweder mit oder gegen den Uhrzeigersinn
(Handle gehen), je nach dem, welche Kurve der Stein zum anvisierten Ziel hin
beschreiben soll. Die Sliding Delivery erfordert demnach ein hohes Maß
an Dynamik, Beweglichkeit, Balance und Fingerspitzengefühl.
Wesen und Geist des Curlingsportes:
Ähnlich dem Golf, gelten auch beim Curling gewisse Verhaltensregeln:
SPIRIT OF CURLING. Dazu gehören Achtung des Anderen, Toleranz und Ruhe.
Durch die gemeinschaftliche Auswertung des Spiels lernen sich die Sieger und
das unterlegene Team kennen und eine Niederlage ist schnell vergessen.
Modernes Curling:
Heute hat sich Curling zu einer Wettkampfsportart entwickelt, die vor allem
in Kanada mit über 1 Million Aktiven und hochdotierten Turnieren ein
reges Medieninteresse geweckt hat. In Deutschland zählt Curling mit etwa
800 Aktiven zu den kleinen Verbänden im DSB. Dies soll sich jedoch in
Zukunft ändern. Curling war 1998 und 2002 bei den Olympischen Winterspielen
offizielle Medaillensportart und wird 2006 in Turin wieder dabei sein.
Spiel oder Sport ?
Curling hat von beiden etwas. Das Spiel mit Taktik, Strategie und manchmal
etwas Glück, der Sport mit Training, dem Bewegungsablauf in der Steinabgabe
und dem Wischeinsatz. Diese Sportart entfaltet auf einzigartige Weise das
gemeinschaftliche Sporttreiben im Freizeitbereich und im Leistungssportbereich
eine enorme Präzision.
So wird das Ergebnis ermittelt:
Nachdem beide Teams eines Spieles alle 16 Steine gespielt haben, kann das
Ergebnis dieses Durchganges ermittelt werden. Ziel ist es, so viele Punkte
wie möglich zu machen. Das Gesamtergebnis wird dann aus der Summe der
10 oder 8 Durchgänge (Ends) eines Spieles ermittelt.